

Wer im Winter im angenehm beheizten Wohnzimmer sitzen will, muss dafür tief in die Tasche greifen. Häufig allerdings tiefer als es nötig ist. Denn bei sehr vielen Wohnhäusern entweicht aufgrund unzureichender Fassadendämmung ein großer Teil der kostbaren Wärme durch die Hauswände. Eine nachträgliche Ausbesserung der Fassadendämmung kann Abhilfe schaffen. Durch einen verbesserten Wärmeschutz lassen sich bis zu 50 % der Energiekosten einsparen.
Seit dem 1. Oktober 2009 ist die neue Energiesparverordnung (EnEV) in Kraft. Sie soll einen Beitrag zur umweltpolitisch gewollten Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten. Wenn Sie neu bauen oder alte Immobilien sanieren, müssen Sie seitdem mit höheren Kosten rechnen, da die baulichen Anforderungen an energieeffiziente Dämmungs-, Heizungs- und Fenstersysteme gestiegen sind.
Wenn die Preise für Heizöl und Erdgas steigen, lässt das einige tausend Wohnungsbesitzer in Deutschland kalt. Vielleicht freut es sie sogar, zeigt es doch, dass sie auf das richtige Pferd gesetzt haben. Die Rede ist von den Eigentümern der etwa 10.000 Passivhäuser in Deutschland. Noch vor wenigen Jahren als weltfremde Öko-Idealisten verspottet, wird das Prinzip des Passivhauses auch für nüchterne Rechner immer interessanter.
In jedem Haushalt gibt es sie: Geräte ohne richtigen Ausschalter, die still und heimlich Strom verbrauchen, auch wenn sie eigentlich gar nicht in Betrieb sind. Klassiker sind Fernseher oder HiFi-Anlagen, die im dauerhaften Standby vor sich hin brummen. Aber auch Lampen mit einem Berührungssensor, Boxen für den Digitalempfang, Drucker oder Monitore fressen Strom, auch dann, wenn man sie eigentlich gar nicht eingeschaltet hat. Über ein Jahr gerechnet kann da einiges zusammenkommen, Experten sprechen von bis zu 100 Euro.